Schüler*innen
In die Pestalozzischule werden Schüler*innen mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung im Bereich der geistigen Entwicklung aufgenommen. Das Vorliegen einer geistigen Behinderung ist hierfür ein zentrales Aufnahmekriterium. Gleichermaßen bedeutsam für den Förderbedarf geistige Entwicklung sind das Vorliegen von umfassenden und langandauernden Beeinträchtigungen der sozialen, lebenspraktischen und schulischen Kompetenzen. Diese stehen häufig in Zusammenhang mit somatischen Störungen, chronischen Erkrankungen, Sinnesschädigungen, Körperbehinderungen, Auffälligkeiten im emotional-sozialen Verhalten sowie schwersten Mehrfachbehinderungen. Schüler*innen mit zusätzlichen körperlichen Beeinträchtigungen werden der Abteilung Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung zugewiesen.
Ambulante Beratung und Förderung leisten regelmäßig auch Förderschullehrkräfte der Schulen mit den Förderschwerpunkten „Sehen“ und „Hören“.
Durch die deutliche Zunahme an schwerer behinderten Kindern und Jugendlichen und ebenfalls von Schüler*innen mit Auffälligkeiten im sozial-emotionalen Verhalten haben sich die pädagogischen und pflegerischen Herausforderungen für die Mitarbeiter*innen unserer Schule vervielfacht.
Einer im Schuljahr 2020/21 erhobenen Statistik zufolge lassen sich die zusätzlichen Förderbedarfe und Besonderheiten unserer Schülerschaft folgendermaßen beschreiben:
- Anteil der Schüler*innen mit dem zusätzlichen Förderbedarf körperlich-motorische Entwicklung: 38%
- Anteil der Schüler*innen mit dem Anspruch auf Eingliederungshilfe (Teilhabeassistenz): 35%
- Anteil der Schüler*innen mit dem zusätzlichen Förderbedarf sozial-emotionale Entwicklung: 30%
- Anteil der Schüler*innen mit einer Sinnesbehinderung (Sehen, Hören): 21%
- Anteil der Schüler*innen mit Bedarf an unterstützter Kommunikation (keine/wenig Lautsprache): 42%
- Anteil der Schüler*innen mit einer Autismus-Spektrum-Störung: 19%
- Anteil der Schüler*innen mit Deutsch als Zweitsprache: 13%
Die dargestellten Anteile sind auch im aktuellen Schuljahr 2021/22 auf einem vergleichbaren Niveau geblieben.
